Dreieinhalb Kilometer sind eine Strecke, die man fast laufen könnte — das macht Bremen zu einer der entspanntesten Ankünfte in Deutschland. Nur wenige Flughäfen in ganz Europa liegen ihrer Stadt so nah.
Der Flughafen liegt direkt südlich der Stadt an der A1, Ausfahrt Arsten, mit der teilweise fertiggestellten Stadtautobahn A281 daneben. Es gibt ein Passagiergebäude, intern in Abschnitte statt in eigenständige Terminals geteilt: also genau einen Ankunftsbereich als Treffpunkt und keine Möglichkeit, am falschen zu warten.
Bremen ist eine Hafen- und Luftfahrtstadt und keine Touristenstadt, und das prägt den Verkehr. Airbus und die Raumfahrtindustrie haben hier bedeutende Standorte, der Hafen ist einer der größten Europas, und die Universität sorgt für stetigen akademischen Verkehr. Dies ist ein Flughafen für Geschäftsreisen und Familienbesuche, und die gebuchten Transfers spiegeln das — Firmenadressen, Hafen und die Städte des Nordwestens statt Hotels in der Altstadt.
Die Region dahinter ist dünn besiedelt und weit verteilt. Oldenburg, Bremerhaven, Delmenhorst, Wilhelmshaven, die ostfriesische Küste und die Inseln sind hier normale Strecken — und je weiter man sich von Bremen entfernt, desto weniger hilft das Schienennetz.
Die Straßenbahnlinie 6 hält direkt vor dem Terminal, fährt alle sechs bis zehn Minuten und ist in etwa elf Minuten im Zentrum. Für eine Person mit Ziel Bremen ist das kaum zu schlagen, und wir versuchen es gar nicht erst — es ist die kürzeste und günstigste Flughafen-Stadt-Verbindung in diesem Netz.
Wichtig wird das Auto in der Region. Oldenburg, Bremerhaven, Delmenhorst, Wilhelmshaven und die ostfriesische Küste bedeuten alle einen Umstieg, mehrere zwei. Das Kreuzfahrtterminal in Bremerhaven ist eine Buchung für sich: fester Termin, viel Gepäck und eine Bahnfahrt, bei der unterwegs umgestiegen wird.
Hafen und Airbus-Werk sind das zweite Muster. Beides sind große Industriestandorte mit Adressen, die der Nahverkehr langsam oder gar nicht erreicht, und beide erzeugen Verkehr zu Schichtwechselzeiten statt zu Pendlerzeiten. Genau diese Kombination — konkretes Tor, ungünstige Uhrzeit — ist der Zweck eines gebuchten Autos.
Sie werden im einzigen Ankunftsbereich empfangen, mit Namensschild. Bremen hat ein Passagiergebäude, das intern in Abschnitte statt in eigenständige Terminals geteilt ist — es gibt also nur einen Treffpunkt und kein Terminal, das man verwechseln kann. Zusammen mit 3,5 km bis in die Stadt wird eine Ankunft in Deutschland kaum unkomplizierter. Der Flug wird über die bei der Buchung angegebene Flugnummer überwacht, 60 Minuten Wartezeit nach der Landung sind inklusive.
Ein Passagiergebäude, intern in Abschnitte statt in eigenständige Terminals geteilt. Was die Beschilderung im Inneren auch andeutet: Es gibt einen Ankunftsbereich und einen Treffpunkt. Mit 3,5 km liegt Bremen näher an seiner Innenstadt als jeder andere Flughafen in diesem Netz.
Kiss & Fly gewährt zehn kostenfreie Minuten, erfasst per Kennzeichenerkennung bei der Einfahrt, und berechnet danach 3 € je angefangene weitere zehn Minuten. Das hat die früheren Knöllchen abgelöst — deshalb warnen ältere Ratgeber noch davor, vor dem Terminal zu halten. Dieser Rat ist veraltet.
Die Straßenbahnlinie 6 hält direkt vor dem Gebäude und fährt in die Innenstadt; für eine Person mit einer Tasche ist sie schlicht die bessere Wahl. Dreieinhalb Kilometer brauchen kein Auto. Ein Fahrzeug rechnet sich auf der Strecke nach Oldenburg, Bremerhaven und an die Nordseeküste, wo das Bahnangebot deutlich ausdünnt, und bei den sehr frühen Abflügen, um die der Billigflugplan dieses Flughafens gebaut ist — dann fährt die Straßenbahn noch nicht.