Der Name dieses Flughafens verspricht zwei Städte und liefert eine. Baden-Baden liegt 12 km westlich; Karlsruhe, im Namen an erster Stelle, liegt 40 km nördlich — weit genug, dass Ankommende mit einer anderen Erwartung ein Problem haben und nicht bloß eine Unannehmlichkeit.
Der Flughafen gehört zum Gewerbepark Baden Airpark auf einem ehemaligen kanadischen Militärflugplatz. Er hat ein Terminal mit 20 Check-in-Schaltern und acht Gates, geboardet wird zu Fuß über das Vorfeld — Fluggastbrücken gibt es nicht. Er ist klein, man ist schnell wieder draußen, und er hat nichts von der Binnengeografie eines Drehkreuzes.
Ryanair betreibt ihn als Focus City mit stationierten Flugzeugen, dazu Wizz Air, Eurowings und saisonale Charter. Das bestimmt das Ankunftsmuster: Urlaubsverkehr, ungünstige Uhrzeiten und Passagiere mit Ziel Schwarzwald oder Kurort statt Innenstadt.
Die Lage ist der versöhnliche Teil. Die A5 führt an der Ausfahrt Baden-Baden vorbei, der Nordschwarzwald beginnt unmittelbar östlich, die Weinorte der Ortenau liegen südlich, und Straßburg liegt jenseits des Rheins — näher als Stuttgart. Wer wegen der Region und nicht wegen einer Stadt anreist, landet an einem gut gelegenen Flughafen mit irreführendem Namen.
Ein Shuttlebus nimmt die Flüge auf, fährt zum Bahnhof Baden-Baden und weiter nach Karlsruhe — für Alleinreisende mit einer Landung zu zivilisierter Stunde die günstige und vernünftige Lösung. Prüfen Sie ihn zuerst; es gibt keinen Grund, für dieselbe Fahrt mehr zu zahlen.
Vernünftig bleibt sie in den zwei Fällen nicht, auf die dieser Flughafen spezialisiert ist. Erstens das Ziel: Die Schwarzwaldtäler, die Kurhotels in Baden-Baden und die Weinorte der Ortenau liegen nicht an der Buslinie, mehrere davon eine halbe Stunde hinter deren letzter Haltestelle. Ein Kurhotel an einer Waldstraße hat zu keiner Uhrzeit eine Linienverbindung.
Zweitens die Uhrzeit. Low-Cost-Flugpläne legen Ankünfte in Stunden, in denen es überhaupt keine Anschlüsse gibt, und der Bahnanschluss ab Baden-Baden dünnt abends aus. Der Shuttle folgt dem Flugplan lose statt exakt — das genügt, bis ausgerechnet Ihr Flug verspätet ist.
Es gibt ein Terminal, also eine Ankunftstür — und dahinter steht Ihr Fahrer mit Namensschild. Ein- und Ausstieg erfolgen hier zu Fuß über das Vorfeld statt über eine Fluggastbrücke; praktisch heißt das, dass Ankommende schnell in der Halle sind, denn ein kleiner Flughafen mit einem Gepäckband wickelt einen Flug zügig ab. Der Flug wird über die bei der Buchung angegebene Flugnummer überwacht, 60 Minuten Wartezeit nach der Landung sind inklusive.
Ein einziges Terminal mit 20 Check-in-Schaltern und acht Gates, Teil des Gewerbeparks Baden Airpark auf einem früheren kanadischen Militärflugplatz. Es gibt keine Fluggastbrücken: Ein- und Ausstieg erfolgen zu Fuß über das Vorfeld. Gut zu wissen im Februar — und gut zu wissen, wenn jemand in Ihrer Gruppe nicht weit gehen kann.
Es ist außerdem der einzige Flughafen in diesem Netz ohne jede kostenfreie Haltezeit. Keine kurze — keine. Wer hier am Bordstein abholt, zahlt ab der ersten Minute. In Deutschland ungewöhnlich genug, dass Menschen mit den zehn Minuten rechnen, die es überall sonst gibt, und stattdessen eine Schranke finden.
Der Flughafen liegt 12 km von Baden-Baden und rund 40 km von Karlsruhe entfernt, der ersten Stadt im eigenen Namen — der Name leistet also mehr, als die Geografie deckt, und die Fahrt aus Karlsruhe ist eine echte Strecke und kein Flughafensprung. Einen Bahnhof gibt es auf dem Gelände nicht. Für den Schwarzwald, Baden-Baden selbst und den Kur- und Golfverkehr, den dieser Flughafen tatsächlich bedient, ist ein Fahrzeug keine Bequemlichkeit, sondern die einzige Tür-zu-Tür-Option.