Fünf Kilometer sind hier die entscheidende Zahl. Der Flughafen Nürnberg liegt fast in der Stadt, erschlossen über die A3 mit der A73 daneben, und hat zwei Abflughallen, die in eine gemeinsame Ankunftshalle münden — land- und luftseitig verbunden. Eine Ankunftshalle heißt ein Treffpunkt, ohne das Modul- und Terminalraten größerer Drehkreuze.
Diese Kompaktheit ist das ganze Ankunftserlebnis. Die Gepäckausgabe geht schnell, der Weg vom Band zur Tür ist kurz, und es gibt kein internes Transportsystem zu bewältigen. Wer nach einem langen Tag landet, hat von einem Flughafen, den man in fünf Minuten durchquert, mehr als von einer längeren Ladenliste.
Der Flughafen ist das Tor nach Franken und nicht nur nach Nürnberg. Erlangen mit seinem Medizin- und Technologiestandort, Fürth, Bamberg, Würzburg und Ansbach liegen näher an diesem Flughafen als an München, und Wirtschaft und Universitäten der Region sitzen in diesen Städten statt in einem Zentrum. Allein Siemens Healthineers in Erlangen erzeugt einen stetigen Geschäftsverkehr, der mit der Nürnberger Innenstadt nichts zu tun hat.
Nordbayern dahinter ist zudem eine eigene Reiseregion — Bamberg und Würzburg sind UNESCO-Welterbe, die Romantische Straße beginnt in der Nähe, die Fränkische Schweiz liegt eine Stunde entfernt. Für diese Ziele bedeutet die Bahn Umstiege und eine letzte Etappe per Bus, die zur Landezeit womöglich nicht mehr fährt.
Die U-Bahn-Linie U2 fährt unter dem Terminal ab und ist in etwa zwölf Minuten am Hauptbahnhof — für Alleinreisende mit Ziel Nürnberg in Zeit und Preis unschlagbar. Für genau diese Fahrt gibt es kein ehrliches Argument für ein Auto, und wir erfinden auch keines.
Was die U2 nicht kann, ist die Stadt verlassen. Erlangen, Fürth, Bamberg, Würzburg, Ansbach und die Fränkische Schweiz erfordern Umstiege oder haben gar keine Direktverbindung — und dafür ist dieser Flughafen wirklich nützlich. Das Muster ist immer dasselbe: kurze Entfernung auf der Karte, umständliche Fahrt in der Praxis.
Der zweite Fall ist die Uhrzeit. Die U-Bahn fährt nachts nicht durch, und wer den ersten Flug nimmt, muss vor Betriebsbeginn am Terminal sein. Weil sich ein gebuchter Festpreis hier mit der Uhrzeit nicht ändert, kostet eine Abholung um 5 Uhr so viel wie eine mittags — was für die Alternativen zu dieser Zeit nicht gilt.
Sie werden in der einzigen Ankunftshalle empfangen, mit Namensschild. Nürnberg hat zwei Abflughallen, aber nur eine Ankunftshalle, land- und luftseitig verbunden — anders als an einem Multi-Terminal-Flughafen gibt es also nur einen möglichen Treffpunkt. Bei 5 km bis zur Innenstadt ist das einer der unkompliziertesten deutschen Flughäfen für eine Abholung. Der Flug wird über die bei der Buchung angegebene Flugnummer überwacht, 60 Minuten Wartezeit nach der Landung sind inklusive — großzügig an einem Flughafen, an dem die Gepäckausgabe so schnell geht.
Zwei Abflughallen und eine gemeinsame Ankunftshalle, land- und luftseitig verbunden. Es gibt genau einen Treffpunkt, und bei fünf Kilometern bis zur Innenstadt macht das Nürnberg zu einem der unkompliziertesten deutschen Flughäfen für eine Abholung: kurzer Weg von der Position zum Ausgang, schnelle Gepäckausgabe, und über die Ausgangstür muss nie gerätselt werden.
Der Bordstein gewährt acht kostenfreie Minuten, erfasst per Kennzeichenerkennung an der Einfahrt — kein Ticket zu ziehen, nichts zu entwerten. Die Kurzzeitfläche P5 liegt direkt dahinter für alles, was länger dauert als eine Übergabe.
Wer allein in die Altstadt will, nimmt die U2. Sie fährt unter dem Terminal ab und braucht rund zwölf Minuten zum Hauptbahnhof, für einen Bruchteil der Autokosten — fünf Kilometer sind keine Distanz, die ein Privatfahrzeug braucht. Wir weisen lieber darauf hin, als dagegen zu argumentieren. Ein Fahrzeug rechnet sich bei einer Gruppe mit Gepäck, bei den fränkischen Orten, die die U-Bahn nicht erreicht, beim Messeverkehr und an den frühen und späten Rändern des Flugplans, wenn die U-Bahn nicht fährt.