Der Flughafen liegt rund 12 km südwestlich der Stadt zwischen A3 und A5 — die Straßenanbindung ist außerhalb der Stoßzeiten schnell und im Berufsverkehr entsprechend zäh. Beide Autobahnen gehören zu den meistbefahrenen Europas und treffen sich südlich des Flughafens: Dieselbe Lage, die Frankfurt aus halb Deutschland erreichbar macht, macht die letzten fünf Kilometer zwischen sieben und neun Uhr unberechenbar.
Terminal 3 wurde am 23. April 2026 eröffnet und schafft Kapazität für 19 Millionen Passagiere pro Jahr; bis Anfang Juni 2026 waren 57 Airlines dorthin umgezogen, Condor folgt im Sommer 2027. Die meisten Transfer-Websites beschreiben Frankfurt weiterhin als Zwei-Terminal-Flughafen — ein Fehler, der genau einmal wichtig wird: wenn Sie mit Ihrem Gepäck im falschen Gebäude stehen.
Weil zwischen Terminal 1 und Terminal 3 die SkyLine fährt und kein kurzer Fußweg liegt, ist das richtige Terminal keine Nebensache. Es ist der Unterschied zwischen einem kurzen Weg und einer achtminütigen Bahnfahrt mit dem gesamten Gepäck. In Terminal 1 sitzen Lufthansa und Star Alliance an den Flugsteigen A, B, C und Z — und es hat drei getrennte Ankunftshallen, A, B und C, über die nicht die Airline, sondern die Position Ihres Flugzeugs entscheidet. Terminal 3 hat die Flugsteige G, H und J und eine einzige Ankunftshalle. Steht in Ihrer Buchung noch Terminal 2, landen Sie an Terminal 3.
Der Flughafen ist zudem selbst eine Stadt: die größte Arbeitsstätte Deutschlands mit Zehntausenden Beschäftigten, einem eigenen Fernbahnhof und einem Frachtbetrieb, der nachts durchläuft. Diese Größenordnung erklärt, warum die Ankunftshallen hier zu Zeiten voll sind, in denen ein Regionalflughafen dunkel ist — und warum „wir treffen uns draußen" kein Plan ist, der das Gebäude überlebt.
Der Flughafen hat einen Fern- und einen Regionalbahnhof. Wer allein in die Frankfurter Innenstadt will, fährt mit der Bahn schnell und günstig — das sagen wir ganz offen. Der Regionalbahnhof liegt unter Terminal 1 und erreicht den Hauptbahnhof in etwa zehn Minuten; vom Fernbahnhof aus liegt der Westen Deutschlands im Direkt-ICE.
Der private Transfer lohnt sich dort, wo die Schiene schwächelt. Frühe und späte Ankünfte fallen aus jeder brauchbaren Verbindung heraus. Die Bahn rechnet pro Person, die Straße pro Fahrzeug — ab drei oder vier Reisenden kippt die Rechnung vollständig. Viel Gepäck macht aus jedem Umstieg eine Entscheidung. Und sehr viele Ziele liegen schlicht nicht sinnvoll am Netz.
Diese letzte Gruppe ist hier die größte. Taunus, Rheingau, Bergstraße und weite Teile von Rheinland-Pfalz liegen in unkomplizierter Fahrweite und bedeuten mit der Bahn mindestens einen, oft zwei Umstiege — und enden meist an einem Bahnhof, der von der gewünschten Adresse ein Stück entfernt ist. Der zweite Fall ist die Messe Frankfurt: In einer großen Messewoche ist die S-Bahn genau dann am vollsten, wenn Sie sie brauchen, und die Messeeingänge sind nicht der Hauptbahnhof.
Ihr Fahrer wartet in der Ankunftshalle des Terminals, an dem Ihr Flug landet, mit einem Namensschild — nicht am Taxistand draußen und nicht im Parkhaus. Das Terminal wird aus der bei der Buchung angegebenen Flugnummer ermittelt und nicht aus Ihrer Reiseplanung. In Frankfurt zählt das mehr als anderswo: Terminal 1 und Terminal 3 sind per Bahn statt per Fußweg verbunden, und in Terminal 1 entscheidet sich die Ankunftshalle erst am Tag selbst. Ein Fahrer im falschen Gebäude ist ein Zwanzig-Minuten-Problem, ein Fahrer in der falschen Halle von Terminal 1 ein Problem von mehreren hundert Metern. Der Treffpunkt wird Ihnen vorab bestätigt, und 60 Minuten Wartezeit nach der Landung decken Passkontrolle und Gepäckausgabe bei einer normalen Ankunft ab.