Hamburg ist der älteste noch betriebene Flughafen Deutschlands, und man sieht es an der Lage: Die Stadt ist um ihn herumgewachsen, er liegt 8,5 km nördlich des Zentrums in einem Wohngebiet statt auf der grünen Wiese. Das ist die kürzeste Entfernung zwischen einem großen deutschen Flughafen und seiner Stadt — und es verändert, wie sich eine Ankunft hier anfühlt.
Die Straßenanbindung ist die A7, Ausfahrt Schnelsen, danach die B433, Hamburgs dritter Ring. Kurze Entfernung heißt allerdings nicht immer kurze Fahrt: Die A7 durch Hamburg trägt eine der höchsten Verkehrslasten Nordeuropas, und in den Tunnelabschnitten wird aus einer Viertelstunde schnell eine Dreiviertelstunde.
Zwei Terminals sind über die Airport Plaza verbunden und teilen sich eine Gepäckhalle — das macht diesen Flughafen ungewöhnlich einfach für eine Abholung. Terminal 1 bedient Oneworld und SkyTeam, Terminal 2 die Star Alliance samt Lufthansa, und die beiden Ankunftsbereiche liegen etwa eine Minute auseinander. Eine späte Gate-Änderung kostet Sie hier nichts.
Die Nähe zur Wohnbebauung hat eine Folge, die man kennen sollte: In Hamburg gilt ein Nachtflugverbot. Die späte Ankunftswelle ist dadurch gestaucht, alle landen in einem kurzen Fenster vor der Sperrzeit — genau dann sind Taxistand und S1-Bahnsteig am schlechtesten, und genau dann ist ein vorab gebuchtes Auto am meisten wert.
Die S1 fährt unter den Terminals ab und ist in rund fünfundzwanzig Minuten am Hauptbahnhof — für Alleinreisende die naheliegende Wahl: direkt, häufig und günstig. Wir weisen lieber darauf hin, als dagegen zu argumentieren.
Ein Auto ist das bessere Werkzeug, wenn das Ziel nicht die Hamburger Innenstadt ist. Die Elbe teilt die Stadt, und sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu queren, dauert; Hafen, südliche Stadtteile und weite Teile des Industriegürtels sind schlecht angebunden; und ein Ziel, das auf der Karte nah aussieht, kann auf der falschen Flussseite mit zwei Querungen liegen.
Noch deutlicher ist der Fall in der Region. Für Lübeck, Kiel, Bremen, Travemünde, Sylt sowie die Nord- und Ostseeküste gibt es ab dem Flughafen keine sinnvolle direkte Bahnverbindung — jedes dieser Ziele bedeutet erst in den Hauptbahnhof hinein und wieder hinaus, mit Gepäck, nach bereits erfolgter Landung. Der zweite Fall sind Gruppen in der gestauchten Abendwelle, wenn der S1-Bahnsteig genau dann am vollsten ist, wenn Sie ihn erreichen.
Ihr Fahrer wartet in der Ankunft von Terminal 1 oder Terminal 2 — je nachdem, wo Ihr Flug landet — mit einem Namensschild. Weil beide Terminals über die Airport Plaza verbunden sind und sich die Gepäckausgabe teilen, liegen die Ankunftsbereiche etwa eine Minute auseinander. Einfacher wird eine Abholung an einem deutschen Flughafen kaum, und eine späte Terminaländerung ist hier kein Problem wie in Frankfurt oder München. Der Flug wird über die bei der Buchung angegebene Flugnummer überwacht, 60 Minuten Wartezeit nach der Landung sind inklusive.